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Begleiterscheinungen von Schlafapnoe

Nächtliches Schwitzen, Schnarchen in Kombination mit Atemaussetzern und Gewichtszunahme können Hinweise auf eine ernstzunehmende Erkrankung sein: eine obstruktive Schlafapnoe.

Viele Schlafapnoe-Betroffene wachen klatschnass auf, sind durstig oder müssen nachts häufig zur Toilette. Das sind Symptome, die man selbst an sich feststellen kann. Anders als das Leitsymptom der Erkrankung: die wiederholten Atemaussetzer, die Tiefschlafphasen verhindern. Gleichzeitig kann eine unbehandelte Schlafapnoe Gewichtszunahme begünstigen, weil gestörter Schlaf den Appetit steigern kann. So entsteht ein belastender Teufelskreis. Bei allen drei Symptomen ist eine schlafmedizinische Abklärung angeraten.

Mehr zu den Begleiterscheinungen einer Schlafapnoe, und was wirklich gegen die Erkrankung helfen kann, erfahren Sie auf dieser Seite.

Warnsignale der Schlafapnoe

„Begleiterscheinungen wie nächtliches Schwitzen, ausgeprägte Tagesmüdigkeit oder unerklärliche Gewichtszunahme sind oft keine Zufälle, sondern Warnsignale einer unbehandelten Schlafapnoe. Wer diese Symptome ernst nimmt und frühzeitig abklären lässt, kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen vermeiden.“

Dr. C. Nägeli

Was Sie über die Begleiterscheinungen von Schlafapnoe wissen sollten

Bleibt eine Schlafapnoe unbehandelt, kann sie langfristig schwere gesundheitliche Schäden haben. Durch die ständigen Sauerstoffabfälle und Stressreaktionen steigen Blutdruck und Herzbelastung dauerhaft an. Dadurch erhöht sich das Risiko für Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Diabetes Typ 2 und Nierenerkrankungen. Auch Schlaganfälle und Herzinfarkte treten bei OSA-Patientinnen und -Patienten überproportional häufig auf.

Viele Menschen mit Schlafapnoe bemerken ihre Erkrankung nicht selbst. Sie wachen zwar wegen der krankheitstypischen Atemaussetzer kurzzeitig auf, erinnern sich daran jedoch nicht bewusst. Die Aufwachreaktionen sind meist nur Sekunden lang und werden vom Gehirn nicht gespeichert. Deshalb fühlen sich Betroffene oft lediglich müde oder erschöpft, ohne die Ursache zu kennen.

Eine Abklärung der Symptome von Schlafapnoe ist dringend zu empfehlen, wenn lautes Schnarchen, Atemaussetzer, nächtliches Schwitzen, starker Harndrang, morgendliche Kopfschmerzen oder ausgeprägte Tagesmüdigkeit regelmässig auftreten. Auch Konzentrationsprobleme, Sekundenschlaf oder ein neu auftretender Bluthochdruck können Warnzeichen sein. Sollten Sie einzelne oder mehrere dieser Symptome an sich feststellen, warten Sie nicht länger und suchen Sie sich medizinische Hilfe. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und kann das Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen deutlich senken.

Tagesmüdigkeit ist die häufigste Begleiterscheinung bei Schlafapnoe

Ausgeprägte Tagesmüdigkeit zählt zu den häufigsten und zugleich belastendsten Begleiterscheinungen der Schlafapnoe. Durch die wiederholten Atemaussetzer kommt es nachts zu unzähligen unbewussten Aufwachreaktionen, die den Tief- und REM-Schlaf massiv stören. Obwohl Betroffene oft viele Stunden im Bett verbringen, bleibt der Schlaf nicht erholsam. Die Folge sind anhaltende Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit sowie ein erhöhtes Risiko für Sekundenschlaf – etwa im Strassenverkehr oder bei der Arbeit. Viele Betroffene führen diese Symptome zunächst auf Stress oder Schlafmangel zurück, ohne die eigentliche Ursache zu erkennen. Hält die Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer an, sollte daher unbedingt eine schlafmedizinische Abklärung erfolgen, um eine unbehandelte Schlafapnoe frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Schwitzen in der Nacht ist oft eine Begleiterscheinung einer Schlafapnoe

Starkes nächtliches Schwitzen gehört zu den häufigen, aber oft unterschätzten Begleiterscheinungen der Schlafapnoe. Doch wie kommt es durch die Atemaussetzer zu den starken Schweissausbrüchen?

Während der Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, was den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet, Puls und Blutdruck steigen an – alles Warnsignale, die den Körper mit vermehrter Schweissproduktion reagieren lassen.

Daher kommt es nicht selten vor, dass Betroffene nachts klatschnass aufwachen, häufig durstig sind und mehrmals die Toilette aufsuchen müssen. Ein Teufelskreis, denn die zusätzlichen Schlafunterbrechungen verschlechtern die Schlafqualität weiter und verstärken Symptome wie Erschöpfung und Tagesmüdigkeit.

Zusätzlich kann die Nierenfunktion durch die nächtlichen Sauerstoffschwankungen beeinträchtigt werden. Das wiederum kann zu noch mehr Harndrang führen. Ein ungünstiges Zusammenspiel vieler Faktoren, das für OSA-Patienten zum echten Spiessrutenlauf werden kann. Auf Dauer entsteht nämlich eine erhebliche körperliche Belastung, die weit über ein unangenehmes Schlafgefühl hinausgeht.

Sollten Sie nachts regelmässig stark schwitzen, sich morgens ausgelaugt fühlen und tagsüber unter Konzentrationsproblemen leiden, sollten Sie nicht nur klimatische Ursachen in Erwägung ziehen, sondern auch eine schlafmedizinische Abklärung angehen.

Atemaussetzer in der Nacht deuten auf OSA hin

Das zentrale Merkmal der obstruktiven Schlafapnoe sind wiederholte Atemaussetzer während des Schlafs. Diese können nur wenige Sekunden andauern, in schweren Fällen aber auch länger als eine Minute. Ab einer Dauer von zehn Sekunden und einem Vorkommen von mindestens fünf Mal pro Stunde, spricht man von einer obstruktiven Schlafapnoe. Ursache sind meist verengte oder vollständig blockierte Atemwege.

Während der Atempausen fällt der Sauerstoffgehalt im Blut drastisch ab, bis der Körper Alarm schlägt und die Atmung durch eine Stressreaktion wieder in Gang setzt. Diese nächtlichen Ereignisse können sich hunderte Male pro Nacht wiederholen. Dadurch werden Tiefschlafphasen verhindert und die nächtliche Regeneration massiv beeinträchtigt – mit gravierenden Folgen für Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Gesundheit.

Oft bemerken die Betroffenen selbst diese gefährlichen Unterbrechungen nicht, da die Aufwachreaktionen unbewusst ablaufen. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass ein grosser Teil der Erkrankten nichts von seiner Schlafapnoe weiss und die Dunkelziffer entsprechend hoch ist.

Übergewicht in Kombination mit Schlafapnoe

Übergewicht und Schlafapnoe stehen in einem engen und problematischen Zusammenhang. Einerseits kann überschüssiges Fettgewebe – insbesondere im Hals- und Rachenbereich – die Atemwege einengen und so nächtliche Atemaussetzer begünstigen. Andererseits trägt eine unbehandelte Schlafapnoe selbst zur Gewichtszunahme bei. Denn nur während eines erholsamen Schlafs laufen wichtige Stoffwechselprozesse ab, die den Fettabbau unterstützen. Werden Tiefschlafphasen ständig unterbrochen, gerät der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Hunger- und Sättigungshormone verändern sich, was den Appetit steigern kann. Gleichzeitig fehlt tagsüber oft die Energie für Bewegung.

Viele Betroffene berichten, dass Diäten kaum Wirkung zeigen, solange die Schlafapnoe unbehandelt bleibt. Dieser Teufelskreis verstärkt wiederum das Risiko für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Probleme.