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Wenn Schnarchen zur lebensbedrohlichen Schlafapnoe wird

Schnarchen ist einer der häufigsten nächtlichen Störfaktoren. Fast jeder ist davon betroffen – als Schnarchender oder als Leidtragender im selben Schlafzimmer. Kritisch wird es jedoch, wenn nicht harmloses Schnarchen, sondern eine Schlafapnoe dahintersteckt. Dann geht es nicht mehr um Lärm, sondern um ein ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko.

Gerade weil Schnarchen so verbreitet ist, wird es oft verharmlost. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen lästigem und gesundheitsschädlichem Schnarchen. Letzteres ist häufig durch Atemaussetzer gekennzeichnet und kann ein klares Warnsignal für eine Schlafapnoe sein.

Woran Sie eine solche Schlafapnoe erkennen und was Sie bei Verdacht auf diese Erkrankung unternehmen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schnarchen als Symptom

„Schnarchen ist kein Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Entscheidend ist, ob es bei der nächtlichen Atmung zu Engstellen oder Atemaussetzern kommt. Genau hier verläuft die Grenze zwischen harmlosem Schnarchen und einer potenziell lebensbedrohlichen Schlafapnoe, die medizinisch abgeklärt werden sollte.“

Dr. C. Nägeli
Dauer der Behandlung

60–90 Minuten

Fit für den Alltag

Nach 10 Tagen

Nachbehandlung

Pflaster- und Fadenentfernung nach 7 Tagen

Klinikaufenthalt

Ambulant

Was Sie über Schnarchen wissen sollten

Schnarchen entsteht, wenn Weichteile in den oberen Atemwegen während der Atmung in Schwingung geraten. Ursache dafür ist meist eine Einengung des Luftstroms, die im Schlaf durch erschlaffte Muskulatur begünstigt wird.

Nicht jedes Schnarchen ist gesundheitlich bedenklich. Treten jedoch anhaltende Beschwerden, ausgeprägte Tagesmüdigkeit oder Hinweise auf Atemstörungen auf, sollte unbedingt eine medizinische Abklärung erfolgen.

Die Ursachen von Schnarchen sind in erster Linie auf eine erschlaffte Muskulatur im Rachenraum zurückzuführen. Zunge, weicher Gaumen oder seitliche Gewebestrukturen können in den Luftweg hineinragen und den Atemstrom behindern. Je stärker diese Einengung ausfällt, desto lauter sind in der Regel die typischen Schnarchgeräusche.

Verstärkt wird dieser Effekt durch Rauchen, Alkoholgenuss am Abend oder entzündete Schleimhäute. Aber auch eine chronisch verstopfte Nasen, Allergien oder anatomische Besonderheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand können Einfluss auf das Schnarchen nehmen.

Die Ursachen von Schnarchen bei Frauen sind meist die gleichen wie bei Männern, aber nicht komplett identisch. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der betroffenen Frauen deutlich an. Hormonelle Umstellungen, etwa während der Wechseljahre, können die Spannung der Rachenmuskulatur beeinflussen und die Schleimhäute verändern. Entsprechend sollte man bei weiblichen Patientinnen auch die Ursachen von Schnarchen bei Frauen in jede sorgfältige Abklärung einbeziehen.

Sie wollen Ihr Schnarchen reduzieren? Dann sollten Sie zunächst das eigene Schlafverhalten kritisch beobachten. Da das im Schlaf schlecht geht, bitten Sie am besten Ihren Partner oder Ihre Partnerin, Ihr Schlafverhalten zu dokumentieren. Werden Atempausen, unregelmässige Atmung oder plötzliches Luftschnappen geschildert, sollte dies ernst genommen werden.

Haben Sie in der Nacht keinen Menschen an Ihrer Seite, sollten Sie sich am Tag beobachten. Stellen Sie fehlende Erholung trotz ausreichender Schlafdauer oder starke Tagesmüdigkeit an sich fest, können das erste Warnzeichen sein.

Die Symptome von Schnarchen sind ähnlich einer Schlafapnoe

Ein Grossteil der Schlafapnoe-Patientinnen und -Patienten bemerkt das eigene Schnarchen zunächst gar nicht. Erst Hinweise aus dem Umfeld – meist von der Partnerin beziehungsweise dem Partner – machen Schnarcher auf ihr Problem aufmerksam.

Doch auch ohne Input von aussen, können Betroffene selbstständig feststellen, ob sie Schnarchen. Anzeichen sind etwa ein besonders trockener Mund oder Kopfschmerzen am Morgen. Ebenso ein kratzender Hals. Tagsüber können Betroffene zudem ausgeprägte Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder sogar eine erhöhte Reizbarkeit an sich feststellen.

Sollten Sie diese Symptome an sich bemerken, könnte es sein, dass Sie nicht nur schnarchen, sondern unter einem Schlafapnoe-Syndrom leiden. Werden Sie hellhörig, wenn sich diese Beschwerden häufen oder Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag deutlich nachlässt. Dann empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung, um ernsthafte Ursachen rechtzeitig zu erkennen. Machen Sie einen Termin ab für eine ärztliche Abklärung.

Wenn Schnarchen eine Schlafapnoe ist

Obwohl der nächtliche Lärm den Schlaf des Partners oder der Partnerin massiv stört, ist es für die schnarchende Person meist kein Grund, die Ursachen medizinisch abklären zu lassen. Dabei ist genau das enorm wichtig. Denn: Wird Schnarchen über längere Zeit ignoriert, kann es nicht nur zwischenmenschlich zur Belastung werden, sondern auch gesundheitliche Konsequenzen haben.

Besonders kritisch wird es, wenn der Schnarcher nicht nur ungewollt die Lautstärke in der Nacht erhöht, sondern zum Lärm auch noch Atemstörungen oder sogar Atemaussetzer hinzukommen. Dann liegt wahrscheinlich eine Schlafapnoe vor. Die Folge: wiederholte Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff und häufige Aufweckreaktionen. Beides setzt Herz und Kreislauf unter Stress und kann langfristig das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder andere chronische Erkrankungen erhöhen.

Wer frühzeitig reagiert und sein Schnarchen ernst nimmt, verbessert nicht nur die eigene Schlafqualität, sondern senkt auch das Risiko möglicher Folgeschäden erheblich.

Was bei Schnarchen und Schlafapnoe wirklich hilft

Fast alle Schnarch-Betroffenen haben einen Wunsch: ein Mittel gegen Schnarchen, das sich ohne grossen Aufwand anwenden lässt.

In leichten Fällen können bereits Veränderungen des Lebensstils eine spürbare Wirkung haben. Wer auf der Seite schläft, abends Alkohol meidet, sein Gewicht reduziert und für freie Nasenatmung sorgt, schafft bessere Voraussetzungen für ruhige Nächte. Zusätzlich kommen Hilfsmittel wie spezielle Zahnschienen oder eine Nasenklammer gegen Schnarchen infrage, die den Luftstrom durch die Nase verbessern sollen.

Doch was hilft gegen Schnarchen, wenn einfache Massnahmen nicht ausreichen? Wenn vielleicht sogar eine Schlafapnoe die Ursache für die nächtlichen Laute ist? Dann ist eine gezielte medizinische Diagnostik sinnvoll.

Bei gezielter Diagnostik und spezialisierter Behandlung von Schnarcherinnen und Schnarchern können je nach Befund mit einer einzigartigen Operationsmethode die Atemwege dauerhaft offen gehalten und so das Schnarchen langfristig gestoppt werden.

Fachkundige Unterstützung bei Schnarchen für Sie

Nehmen Sie Ihre Gesundheit jetzt in die Hand. Der erste Schritt ist ein Gespräch mit uns – Ihren Schlaf-Expertinnen und -Experten für Schnarchen und Schlafapnoe.