Schlafapnoe

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Was ist Schlafapnoe?

„Schnarchen ist nicht harmlos. Wenn es mit nächtlichen Atemaussetzern, Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsproblemen einhergeht, kann eine Schlafapnoe dahinterstecken, eine ernstzunehmende Erkrankung, die frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden sollte.“

Prof. H. Sailer

Schnarchen ist halb so schlimm, oder?

Häufig ist schnarchen harmlos und stellt kein gesundheitliches Problem dar. Doch wird es durch mehrfache Atemaussetzer begleitet, sollte Schnarchen ernst genommen werden. In solchen Fällen kann eine behandlungsbedürftige Schlafapnoe dahinterstecken. Geschätzt leidet jeder fünfte Schweizer an einer obstruktiven Schlafapnoe. Und wie äussert sich diese Erkrankung? Durch Schnarchen. Genau das ist das Problem.

Obstruktive Schlafapnoe vs. Schnarchen

Unbedenkliches Schnarchen von einer lebensbedrohlichen Apnoe zu unterscheiden, ist nicht besonders schwer. Denn die Schlafapnoe zeichnet sich durch ein auffälliges Kriterium aus: eine Atemstörung, die sich im Schlaf durch Atemstillstände bemerkbar macht. Dauern diese mehr als 10 Sekunden an, spricht man von einer obstruktiven Schlafapnoe. Einer sehr ernstzunehmenden Erkrankung, welche in Folge zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Depression, Libidoverlust, Übergewicht und weiteren schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann.

 

Warum obstruktiv? Das Wort leitet sich von dem lateinischen Wort obstructio (zu deutsch: Verschliessung) ab, das für verbauen, versperren oder verstopfen steht und in der Medizin einen blockierenden Vorgang bezeichnet. Mit Blick auf eine Schlafapnoe reden wir in diesem Fall von einer Atmungsstörung, ausgelöst durch den Verschluss der Luftwege. Im Mund- und Rachenraum sind bestimmte Muskeln dafür zuständig, während des Schlafs die Zunge und den weichen, hinteren Teil des Gaumens zu kontrollieren. Wenn nun diese Muskeln nicht mehr stark genug sind, ‘fallen’ Zunge und weicher Gaumen nach unten. Bei der obstruktiven Schlafapnoe (kurz: OSA) verengt sich dabei der Rachen so sehr, dass keine Luft mehr hindurchströmen kann. Die Folge: eine Aufweckreaktion, die aber nicht immer zum vollständigen Erwachen führt, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, wie einem beschleunigten Puls. Ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder Schlaganfälle werden dadurch begünstigt. Doch neben der OSA gibt es auch noch andere schlafbezogene Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen.

Schlafapnoe (OSA)

Atemaussetzer gepaart mit lautem Schnarchen sind erste Hinweise auf eine Schlafapnoe.

Upper Airway Resistance Syndrom (UARS)

Sie haben keine Atemaussetzer und fühlen sich trotzdem wie gerädert? Ein Hinweis auf das UARS.

Schnarchen

Schnarchen wirkt harmlos, kann aber medizinische Ursachen haben.

Die zwei Ausprägungen der Schlafapnoe

Damit der Körper auch im Schlaf zuverlässig mit Sauerstoff versorgt wird, steuert das Gehirn den Atemrhythmus über automatische Reflexe.

Bei der zentralen Schlafapnoe ist genau diese Steuerung gestört: Das Gehirn sendet zeitweise keine ausreichenden Signale an die Atemmuskulatur, sodass es zu Atempausen kommt. Zunge, Gaumen und Rachenmuskulatur funktionieren grundsätzlich normal. Das Problem liegt vielmehr in der neurologischen Regulation der Atmung.

Bei der gemischten Schlafapnoe kommen beide Mechanismen zusammen. Die Atempausen beginnen zunächst wie bei der zentralen Form durch ausbleibende Atemimpulse aus dem Gehirn. Im weiteren Verlauf entwickelt sich zusätzlich ein Verschluss der oberen Atemwege – ganz ähnlich wie bei der obstruktiven Schlafapnoe.

Warum sich die Behandlung einer Schlafapnoe doppelt lohnt

Eine Schlafapnoe wirkt sich oft nicht nur auf die erkrankte Person selbst aus. Auch der Partner oder die Partnerin leidet erheblich an den nächtlichen Schnarchlauten. Nicht selten entwickelt der gesunde Schlafpartner dadurch selbst Schlafprobleme bis hin zu chronischer Insomnie, also einer anhaltenden Schlafstörung. Im Regelfall sind es Frauen, die langfristig unter den nächtlichen Störungen und den daraus entstehenden Belastungen für Gesundheit und Lebensqualität leiden.

Zwei betroffene Menschen sind gleich zwei gute Gründe, die Behandlungsmöglichkeiten gegen eine Schlafapnoe auszuloten. Es gibt nämlich eine Alternative zur gängigen CPAP Therapie entwickelt, die eine vollständige Heilung der Schlafapnoe ermöglichen kann.