Schlafapnoe

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Endlich wieder atmen durch eine Schlafapnoe Operation

Bei vielen Schlafapnoe-Patientinnen und Patienten kommt eine operative Behandlung von Schlafapnoe in Betracht. Gerade dann, wenn eine dauerhafte Heilung angestrebt wird.

Schlafapnoe kann durch eine Operation am Gaumen, Korrekturen an den Nasenmuscheln sowie kieferchirurgische Vorverlagerungen mit dem Ziel, die Atemwege dauerhaft zu erweitern, behandelt werden. Der Erfolg solcher Eingriffe wird anhand von Schlaflaborwerten wie dem Apnoe-Hypopnoe-Index und der Sauerstoffsättigung bewertet. In spezialisierten Zentren werden solche Eingriffe vorgenommen.

Ob eine OP in Ihrem Falle erfolgversprechend ist, erfahren Sie über unseren Kooperationspartner. Gerne beraten wir Sie vorab unverbindlich zur Operation gegen Schnarchen oder Atemaussetzer.

Schlafapnoe-Operation als dauerhafte Lösung

„Eine Schlafapnoe-Operation kann dann sinnvoll sein, wenn anatomische Engstellen die Ursache der Atemaussetzer sind und konservative Therapien nicht ausreichend greifen. Ziel des Eingriffs ist es, die Atemwege dauerhaft zu erweitern und damit die Erkrankung ursächlich zu behandeln, nicht nur Symptome zu kontrollieren.“

PD Dr. Dr. med. Martin Lanzer

Was Sie über die operative Behandlung von Schlafapnoe wissen sollten

Eine Schlafapnoe-Operation kommt in der Regel dann infrage, wenn anatomische Veränderungen im Nasen-, Rachen- oder Kieferbereich die Atemwege verengen und andere Therapien nicht ausreichend wirken bzw. Sie auf den lebenslangen Einsatz von Hilfsmitteln verzichten möchten. Zu den anatomischen Veränderungen, die Schlafapnoe begünstigen, zählen stark vergrösserte Mandeln, ein verlängertes Gaumensegel, eine ausgeprägte Nasenscheidewandverkrümmung oder ein zurückliegender Unterkiefer. Voraussetzung für eine OP gegen Schnarchen ist stets eine gesicherte Diagnose im Schlaflabor sowie eine genaue Lokalisation der Engstelle durch Fachärztinnen und Fachärzte.

Die Kosten für eine Schlafapnoe-Operation bzw. eine Operation gegen Schnarchen variieren je nach Eingriff, Klinik und medizinischer Notwendigkeit. Einflussfaktoren sind unter anderem der Umfang der Operation, der stationäre Aufenthalt, die Nachsorge sowie zusätzliche diagnostische Untersuchungen. Ob Ihre Krankenkassen Leistungen übernimmt, hängt davon ab, ob eine medizinische Indikation besteht und welche Versicherungsdeckung vorliegt.

Viele Kliniken überprüfen den Behandlungserfolg mit Schlafapnoe-Operation-Vorher-/Nachher-Untersuchungen, etwa durch Schlaflaborwerte oder bildgebende Verfahren. Es gibt aber auch Erfahrungsberichte von ehemaligen Patienten, die subjektiv erlebte Verbesserungen wie reduziertes Schnarchen oder gesteigerte Tagesenergie schildern. Ebenso gibt es aber auch aussagekräftige objektive Kennzahlen wie den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI), die den Erfolg einer Schlafapnoe-OP nachweisen können.

In Schlafapnoe-Operation-Erfahrungen schildern Patientinnen und Patienten häufig eine Reduktion des Schnarchens und eine bessere Schlafqualität, betonen aber auch die Bedeutung realistischer Erwartungen. Je nach Eingriff können Erholungsphasen mit Schwellungen oder Gefühlsstörung verbunden sein, weshalb Nachkontrollen und präzise Aufklärung ein wichtiger Bestandteil des Behandlungserfolgs sind.

Schlafapnoe-Operationen werden nur in spezialisierten Zentren angeboten, unter anderem auch in Zürich. Dort arbeiten wir mit erfahrenen Kooperationspartnern zusammen, die auf diese Eingriffe spezialisiert sind.

Welche Arten von Schlafapnoe Eingriffen gibt es?

Je nach Ursache reichen die Verfahren gegen Schlafapnoe von Weichteiloperationen im Rachen über Nasenkorrekturen bis hin zu kieferchirurgischen Eingriffen. Häufig kommen Straffungen des weichen Gaumens, die Entfernung vergrösserter Mandeln, Eingriffe an den Nasenmuscheln oder operative Vorverlagerungen des Kiefers in Betracht. Auch die revolutionäre ‘Bimaxillary Rotational Advancement’-Methode kommt in Frage, die durch die Neupositionierung von Ober- und Unterkiefer zu einer Vorverlagerung der Zunge, Gaumen und Gaumenbögen führt und somit die Atemwege dauerhaft erweitert.

Die Chancen und Grenzen einer Schlafapnoe-Operation gegen Schnarchen

Eine Operation gegen Schnarchen oder Atemaussetzer zielt darauf ab, die anatomische Ursache der Schlafapnoe dauerhaft zu beseitigen. Im Gegensatz zu CPAP-Geräten oder Zahnschienen, die nur während der Anwendung wirken, kann ein chirurgischer Eingriff langfristige Verbesserungen und sogar eine Heilung bringen.

Eine wissenschaftliche Auswertung von Zaghi et al. (JAMA Otolaryngology, 2016) zeigt, dass sich bei passend ausgewählten Patientinnen und Patienten der Schweregrad der obstruktiven Schlafapnoe nach einer maxillomandibulären Advancement-Operation (MMA) deutlich verbessern kann. Der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) wurde dabei im Durchschnitt um 80-90 % gesenkt. Zusätzlich verbesserten sich in vielen Fällen weitere Werte wie die Sauerstoffversorgung im Schlaf und die Tagesschläfrigkeit. Eine spätere Übersichtsarbeit von Li et al. (Orthod Fr, 2022; „A 25-year perspective“) bestätigt, dass chirurgische Behandlungen bei geeigneter Indikation wirksam sind, die Ergebnisse hängen jedoch immer von der individuellen Ausgangssituation und einer sorgfältigen Abklärung ab.

Chancen und Grenzen chirurgischer Verfahren zur Behandlung von Schlafapnoe müssen anhand objektiver diagnostischer Daten, realistischer Zielsetzungen und einer sorgfältigen Abklärung durch spezialisierte Fachpersonen geprüft werden. Auf Basis Ihrer Daten können wir gemeinsam entscheiden, ob ein Eingriff (und wenn ja, welcher) in Ihrem Fall zum Erfolg führt.

In diesen Fällen ergibt eine Schlafapnoe Operation Sinn

Wenn Sie sich fragen, „Schlafapnoe – was tun, Operation oder andere Therapie?“, sollten Sie zunächst eine umfassende schlafmedizinische Diagnostik durchführen lassen. Etwa über unsere Kooperationspartner, an die wir Sie gerne vermitteln.

Im Rahmen der professionellen Diagnostik wird klar, wo genau Ihre Atemwege verengt sind und ob eine Operation gegen Schlafapnoe in Ihrem Fall sinnvoll ist. Alternativ kommen konservative Verfahren wie CPAP-Beatmung oder Zahnschienen infrage.